Barbiepferd und Schrotpatronen

IMG_0673Was man alles findet. Die ersten beiden Reisen mit der SV Antigua sind vorbei, wir sind nun von den Niederlanden nach Spitzbergen gefahren und in Longyearbyen angekommen. Auf dem Weg haben wir mit unserem Plastik-Projekt für das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung begonnen, und an Land und Strand so einiges gefunden. Es war klar, dass wir viel mehr Plastik und anderen Müll finden würden, als wir jemals auf den Reisen sammeln und zählen können. Wie viel es am Ende ist, hat uns dann doch überrascht.

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Das Eis ruft

2011_04_50480Ich gehe noch einmal! Ich bin glücklich, stolz und sehr, sehr aufgeregt: Ich habe die große Ehre und Freude, Felicity Aston (die famose Britin, die unter anderem solo die Antarktis durchquert hat) bei ihrer Frauenexpedition zum Nordpol zu unterstützen! Das wird ein sehr, sehr spannendes Projekt. Die ausgewählten Frauen stammen aus Europa und dem Mittleren Osten – Ziel ist, in den betreffenden Ländern weibliche Rollenmodelle zu schaffen für Mädchen und Frauen. Und natürlich: gemeinsam von Barneo zum Nordpol zu gehen.

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Das Plastik–Projekt: Datensammlung für das Alfred-Wegener-Institut auf der SV Antigua

awi_logoAntiguaTot ziens, Franeker! Heute fährt die SV Antigua von Franeker nach Harlingen, und am Sonntag beginnt unsere Reise nach Spitzbergen. In dieser Saison verwirklichen wir an Bord der SV Antigua ein spannendes Projekt, das ich zusammen mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung auf die Beine gestellt habe: Wir werden die Plastikverschmutzung von Meer und Stränden auf unserem Weg untersuchen – zusammen mit unseren Gästen.

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Nicht verfügbar

TasiilaqOstgrönland. Nächste Information. Stand-by. Delayed. Cancelled. Das sind Wörter, an die man sich gewöhnen muss, wenn man in Ostgrönland reist. Es ist wahrscheinlicher, dass etwas nicht klappt, als dass es klappt. Pläne werden gemacht, um sie zu ändern. Pläne werden besser gar nicht gemacht. Hier ist man zurückgeworfen auf sich selber, immer und immer wieder. Du willst, aber was Du willst, passiert einfach nicht. Mach was damit, mit dem Nicht-Passieren, mit dem Warten, mit der alles durchdringenden Nichtverfügbarkeit, mit der ständigen Präsenz der Absenz von nahezu allem, was du gewohnt bist.

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Fleece-Pullis sind warm. Und aus Plastik.

Eine meiner Lieblings-Winterjacken ist aus Fleece. Leider ist das nicht gut. Das habe ich festgestellt, als ich vor einiger Zeit meinen Plastik-Vortrag erneuert habe, den ich auf Expeditionsschiffen halte. Dabei wurde mir auch wieder einmal klar, wie unbewusst wir oft zur Verschmutzung und Vergiftung unserer Welt beitragen. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung hatte mir Material zur Verfügung gestellt, in dem unter anderem folgendes stand: Beim Waschen eines Fleece-Pullovers lösen sich etwa 1900 Fasern aus dem Pullover. Jedes Mal. Die Fasern werden mit dem Abwasser ausgespült und können von vielen Kläranlagen nicht ausgefiltert werden. So werden sie zu einem Teil des Mikroplastik-Problems. Denn diese Plastik-Partikel sind so fein, dass sie Eingang in unseren Nahrungskreislauf finden. Entweder, weil sie ein Fisch frisst, der morgen auf unserem Teller landet. Oder weil die Weichmacher ins Wasser abgegeben werden, oder beides. Es gibt viele Wege, wie Plastik zu uns zurück findet. Sicher ist dabei nur: Es kommt zurück.

Dass die Fleece-Pullover gar keine so kleine Rolle spielen, hat jetzt eine Untersuchung in Spitzbergen gezeigt.

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