Reisen

Erleben Sie die Faszination der Arktis!

Die Arktis ist fantastisch. Und ich möchte, dass Sie das auch erleben. Ich freue mich, wenn Sie neugierig sind auf den hohen Norden, oder wenn Sie meine Begeisterung für die Arktis bereits teilen. Mit mir finden Sie einen kompetenten und begeisterten Ansprechpartner und Ratgeber, wenn Sie in die Arktis reisen möchten. Mir macht es Spaß und Freude, gemeinsam mit Ihnen eine Reise für Sie zu finden, die zu Ihnen passt.

Die Reisen, die ich vermittle, habe ich entweder selbst gemacht oder ich kenne die verantwortlichen Expeditionsleiter oder Guides persönlich – ich kenne die Reisen also von innen. Auf manchen Reisen bin ich selbst als Expeditionsleiterin oder Guide mit an Bord. Auf diese Weise ist ein ausgewähltes, wachsendes Angebot entstanden, das sich von exklusiven Schiffsreisen über einfache Zelttouren bis hin zu Skidurchquerungen Grönlands erstreckt. Bei Expeditionen gebe ich außerdem Hilfestellung in jeder Planungsphase.

Der persönliche Kontakt mit meinen Gästen ist mir sehr wichtig. Ich verkaufe Ihnen nicht einfach nur ein Produkt. ich möchte, dass Sie Erfahrungen machen, die Ihr Leben für immer bereichern werden.

Ich stelle hier einige Reisen vor – kontaktieren Sie mich einfach für weitere Informationen unter birgit@birgit-lutz.de oder +49 179 4534928

Segeln im Eis – Reisen mit der SV Antigua

Reisen mit der SV Antigua

Das Meer um uns herum ist glatt. 25 Menschen stehen an Deck, aber es ist still. Niemand macht ein Geräusch, sogar der Koch hat aufgehört zu kochen, Motor und  Generator sind aus. Der Anker ist geworfen. Wir warten. Dann kommen sie. Eine Schule Belugas. Die SV Antigua steht nah am Ufer. Die Weißwale schwimmen auf uns zu; sie heißen auch „Kanarienvögel der Meere“, und wir hören jetzt, warum. Wir hören sie singen, wir hören sie atmen. Bald ist die Antigua von Belugas umgeben. Sie schwimmen schnaubend an uns vorbei, und dann geschieht etwas Unglaubliches: Sie drehen um, kommen noch einmal zurück. Sie tauchen neugierig um unser Schiff, entlang der Ankerkette auf und ab. Sie schauen aus dem Wasser zu uns herauf. Und dann schwimmen sie weiter.  

Die SV Antigua ist ein so genanntes Tallship, ein wunderschönes niederländisches Segelschiff, das in den Sommermonaten rund um die Inselgruppe Spitzbergen unterwegs ist – ein einmaliges Erlebnis. Die Antigua bietet Platz für 32 Gäste. So oft es geht, werden die Segel gesetzt; dabei kann, muss man aber nicht mithelfen. Aber es macht Spaß, zu fünft an Seilen zu ziehen! Die kleinen Gruppen und mehrere Guides an Bord ermöglichen jeden Tag lange und kurze Wanderungen, und der Kapitän steuert das Schiff auf eine Weise, die unvergessliche Tierbeobachtungen ermöglicht, ohne die Tiere zu stören.

Die Reisen dauern von acht bis 17 Nächten, entweder an der Westseite Spitzbergens entlang oder um Spitzbergen herum.

Untergebracht ist man in einfachen, aber schönen Kabinen. Reisezeit ist von Ende Mai bis Anfang November, mit stark variierenden Lichtverhältnissen und deswegen sehr unterschiedlichen Reisen – sieht man am Anfang und Ende vielleicht noch Polarlichter, kann man im Sommer den Polartag erleben.

Abenteuer in Alaska – Hundeschlitten-Camp mit Brent Sass

Hundeschlitten-Camp in Alaska

Der Schnee staubt, es geht bergauf und du musst mithelfen: Kräftig schiebst du den Schlitten mit einem Bein an, damit die Hunde nicht so viel Arbeit haben, du musst aufpassen, dass sie dir den Schlitten nicht davon ziehen, sie sind kräftig, so kräftig, und sie wollen den ganzen Tag rennen. Außer Atem erreicht ihr den Scheitelpunkt, jetzt musst du dich festhalten, denn jetzt geht es bergab, und die Hunde jagen den Hang hinunter, mit dir im Schlepptau. Ein Tag, draußen, im Schnee Alaskas, in der wilden Natur, nur die Hunde und deine Gruppe – und kein Zeichen anderer Menschen. Am Abend das warme Zelt, das dampfende Essen, rote Wangen und strahlende Augen. Was braucht es mehr?

Am Galbraith Lake, etwa 500 Kilometer von Fairbanks (und zehn Kilometer von der nächsten Straße) steht das „Wild and Free Arctic Camp“ von Brent Sass. Brent ist der Yukon Quest Champion 2015 –  eine Woche lang kann man von diesem Crack lernen, wie man mit Schlittenhunden umgeht, bekommt ein eigenes Hundeteam und ein unvergessliches Mushing-Erlebnis. Jeder kümmert sich selbst um seine Hunde, um Futter und Stroh für die Nacht. Als Dank ziehen die Hunde uns unermüdlich durch die grandiose Kulisse der Brooks Range. Nach einem Tag draußen im Schnee kehrt man dann auch gerne in beheizte Zelte zurück.

Nach den Tagen in der Wildnis geht es zurück in den Frühsommer von Fairbanks – und entweder nach Hause, oder in ein gemütliches Holzhaus. Von dort werden Kajak- und Wandertouren und ein Besuch des Denali-Nationalparks unternommen – und damit die schönsten Seiten Alaskas, der Spätwinter und Frühsommer erlebt.

Friluftsliv in Norwegen – Hütten-Skitour durch Espedalen

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Die Sonne steht tief und wir blicken über ein weites, weißes Land, wundervolle Hügel und Berge. In der Mitte dieses traumhaft wilden Bildes sehen wir eine Hütte. Eine kleine, rote Hütte mit weißen Fensterrahmen, unser Heim für die Nacht. Wir fahren weiter, glücklich über diesen Tag, den wir mit unserem Team draußen im Schnee verbracht haben,  lachend und schweigend, den Winter genießend. Wir erreichen die Hütte und haben sie im Handumdrehen aufgeheizt und in ein gemütliches Zuhause für die Nacht verwandelt. Das Leben könnte nicht besser sein!

Norwegen bietet im Winter eine große Bandbreite fantastischer Skitouren. In Kuling Trekking habe ich einen in Oslo ansässigen Partner, der ausgewählte und sehr gut ausgearbeitete Skitouren in unterschiedlichen Regionen Norwegens anbietet. Mit Kuling Trekking zu reisen, ist wie mit Freunden zu reisen, die alles organisieren! Ich habe Christoffer und Paul 2013 während meiner Expedition durch Grönland getroffen. Sie haben viel Erfahrung im Schnee und ebenso viel Liebe für das Eis. 2015 haben wir zusammen die Finnmark durchquert. Ich kenne die beiden recht gut und kann versichern, auf Tour mit ihnen wird man viel lachen und gleichzeitig immer sicher sein. Im Februar bieten sie eine Hüttentour durch das Espedalen an, westlich von Lillehammer. Auf diesem Ski-Trekking kann man viel über diese wunderbare Form der Winterfortbewegung lernen und wir wohnen in diesen traumhaften norwegischen Hütten, die aussehen wie aus einem Norwegen-Bilderbuch.

Wir treffen uns in Lillehammer und reisen gemeinsam nach Espedalen Sportell, wo wir am nächsten Tag packen und uns mit den Skiern vertraut machen. Die nächsten fünf Tage wandern wir euch die Berge Espedalens, von Hütte zu Hütte. Tagesetappen werden von sechs bis acht Stunden lang sein, in einer angenehmen Geschwindigkeit und mit ausreichenden Pausen. In den Hütten schmelzen wir Schnee für unser heißes Essen und Getränke, wir feuern den Holzofen an und sitzen im Kerzenschein gemütlich beisammen.

Die Tour endet wieder in Espedalen Sportell und am nächsten Tag reisen wir gemeinsam zurück nach Lillehammer – außer ihr wollt länger bleiben :-)! Wir sind in einer kleinen Gruppe von 4 bis 12 Personen unterwegs und die genaue Route ist von Schnee- und Wetterbedingungen abhängig.

Mehr Informationen gibt es bei mir oder hier: www.kulingtrekking.com

Grönland – auf Skiern über die größte Insel der Welt

Grönland durchqueren - über die größte Insel der Welt

Der Morgen ist kalt. Wir haben das Zelt abgebaut, unsere müden Knochen auf die Ski gestellt. Der Schnee ist hart, der Schlitten hängt schwer an den Hüften, die Ski singen über den tiefen Sastrugi. Die Sonnenstrahlen glitzern sich zögerlich durch die Eiskristalle in der Luft, der Atem dampft, deine Maske friert langsam ein. Dir wird wärmer, mit jedem Schritt fließt dein Blut kräftiger durch deine Adern, wärmt es deine Muskeln und bald ist dir wohlig warm unter deiner Schutzhülle. Dein Blick gleitet zum Horizont, weißblaublauweiß. Du gehst durch ein Traumland. 

Wer Grönland durchqueren will, wird ein Land von ungeahnter Schönheit in seiner ganzen Wucht erleben. Dem Abenteurer wird hier nichts geschenkt. Wilde Winde umstürmen, tiefe Spalten bedrohen ihn und die Monotonie und Weite nagen an seinem Inneren, während ihm tiefe Temperaturen und ein nicht endenwollender Wind zusetzen. Der Lohn sind unzählige Momente grandioser Schönheit, in der Natur und in der Zusammenarbeit mit einem Team.

Wer Grönland durchquert hat, kehrt als ein Anderer zurück.

Grönland durchqueren, das ist ein Traum. 2013 habe ich ihn mir erfüllt, in einer selbst geführten Tour von Westen nach Osten, von Kangerlussuaq nach Isortoq. Wer sich diesen Traum ebenfalls erfüllen will, aber weniger Zeit und Erfahrung mitbringt, dem empfehle ich den Anschluss an eine geführte Tour. Zeit- und nervenaufreibende Arbeiten wie Flugbuchungen, Organisation von Logistik und Genehmigungen bleiben so erspart – und bei der Querung ist eine gute Expeditionsleitung mit viel Erfahrung von unschätzbarem Wert. Das Erlebnis wird durch den Anschluss an eine solche Gruppe nicht geschmälert, denn den Weg gehen, das Zelt aufbauen, das Essen kochen und stundenweise die Führung übernehmen muss man auch in einer Gruppe. Es wird lediglich sicherer.

Die Reise beginnt in Kangerlussuaq, wo die Schlitten fertigt gepackt werden. Von dort geht es mit einem Jeep-Bus zur Eiskante, dem Point 660. In Wellen baut sich dort das Eis vor uns auf, und diese Wellen heißt es in den ersten Tagen, an denen nur wenige Kilometer Strecke zurück gelegt werden, mit den Schlitten zu erklimmen – je nach Schneelage mit Steigeisen oder Skiern. Nach einigen Tagen verschwinden die Berge hinter dem Horizont und wir sind auf der Eiskappe angelangt. Etwa am Tag 12 erreichen wir DYE-2,  die verlassene US-Radarstation aus dem Kalten Krieg. Danach geht es weiter hinauf bis zum Sattel, den nicht wahrnehmbaren höchsten Punkt. Danach geht es hinunter zur Ostküste. Die Hoffnung, vom höchsten Punkt an nach unten abfahren zu können, erfüllt sich für die wenigsten. Entweder es ist Sturm, oder Neuschnee, oder Pappschnee. Die Strecken, auf denen die Ski bergab gleiten, sind kurz. Dafür umso schöner.

Nach etwa 560 Kilometern, 25-28 Tagen, erreichen wir eine kleine Hütte nahe Isortoq. Von dort geht es ein letztes Stück bergab und wir stehen am Meer. Wenn es noch gefroren ist, laufen wir die letzten Kilometer ins Dorf. Wenn das Eis schon aufgebrochen ist, können wir mit einem Boot nach Isortoq fahren, und zum ersten Mal wieder unter anderen Menschen sein. In Isortoq verbringen wir eine Nacht im dortigen Servicehaus, bevor es mit dem Helikopter nach Tasiilaq geht. Von dort weiter nach Kulusuk und über Island wieder zurück nach Hause. Einige Tage in Tasiilaq zu bleiben, empfehle ich wärmstens.

90 Grad Nord – Zum Nordpol mit der 50 Let Pobedy

Zum Nordpol mit der 50 Let Pobedy

Ein Zittern durchläuft das Schiff, ein Schlag, ein Reiben, ein Knirschen. Das erste Eis. Wir rennen nach draußen, und dort öffnet sich eine neue Welt: Es ist kalt geworden; im goldenen Abendlicht und leichten Nebel treiben Eisschollen auf uns zu. Wir passieren sie zügig, bizarre weiße Inseln in einem tiefschwarzen Meer. Bald wird das Eis dichter. Das Zittern häufiger. Und irgendwann wird das Rumpeln und Krachen das ständige Geräusch unserer Reise sein, wenn sich die Pobedy durch das geschlossene Eis arbeitet, tagelang. Bis ein Eisbär direkt vor uns steht.

Ja, man kann mit einem Schiff zum Nordpol fahren. Bis ganz nach oben, bis an den nördlichsten Punkt der Welt. Das Schiff, das diese Leistung vollbringt, heißt 50 Let Pobedy und ist ein russischer Atomeisbrecher – ein Erlebnis für sich. 124 Passagiere finden auf der Pobedy Platz, alle in Außenkabinen, in denen normalerweise die Offiziere und die Mannschaft wohnen. Für die etwa fünf Nordpol-Touren pro Jahr, von Juni bis August, ziehen sie weiter nach unten. Alle Passagiere treffen sich in Helsinki und fliegen gemeinsam nach Murmansk. Im dortigen Atomhafen beginnt die Reise. Durch die Barentssee geht es nach Franz Joseph Land: Die faszinierenden Inseln, 1873 von der österreichischen Nordpol-Expedition unter Julius Payer und Carl Weyprecht entdeckt, gehören heute zu Russland. Spannende Entdeckergeschichten haben sich hier zugetragen und man spürt, dass hier nicht viele Menschen unterwegs sind – über Jahrzehnte war FJL Sperrgebiet, und auch heute noch ist die Pobedy immer wieder das einzige Schiff, das die Inseln besuchen darf. Mit Zodiacs und Hubschrauber werden hier einige Landestellen besucht, mit etwas Glück Eisbären und Walrosse beobachtet.

Dann geht es hinauf zum Nordpol, durch das sommerliche Eis des Arktischen Ozeans – und dabei ist es sehr beeindruckend, mit welcher Kraft die Pobedy unterwegs ist. Am Nordpol schließlich wird ein ganzer Tag auf dem Eis verbracht.