Reisen

Erleben Sie die Faszination der Arktis!

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Die Arktis ist ein fragiles, aber dennoch wunderbares Reisegebiet. Auf den richtigen Reisen können Sie diese besondere Welt behutsam entdecken, viel über das Ökosystem erfahren, das bezaubernde Licht genießen und berührende Begegnungen mit der arktischen Tierwelt erleben.

Die Arktis ist allerdings kein Zoo, sondern ein empfindliches Ökosystem, in dem wir nur zu Gast sind. Die Reisen, die ich vermittle, tragen diesem Umstand so weit es geht Rechnung. Ich biete Ihnen Segelschiffe (20-32 Gäste) und kleine Motorschiffe (12-110 Gäste) an, auf denen Sie von kompetenten Guides begleitet werden, die Ihnen Flora und Fauna erklären. Sie können die Natur dadurch so unmittelbar wie möglich erleben, während darauf geachtet wird, die negativen Einflüsse des Tourismus möglichst klein zu halten. Ich habe auch einige ausgewählte Skitouren im Angebot. Ganz neu ist meine Beratung für individuelle Reisen nach Ostgrönland. Einige Reisen begleite ich jedes Jahr selbst.


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Reisen mit Segelschiffen: Winter in Nordnorwegen, Sommer in Spitzbergen

Reisen mit Segelschiffen sind etwas Besonderes, weil sie naturnahes Reisen ermöglichen, ohne Tiere zu stören. Die SV Antigua, SV Noorderlicht und SV Rembrandt van Rijn sind niederländische Segler, die im Winter in Nordnorwegen unterwegs sind, im Sommer in Spitzbergen. So oft es geht, werden die Segel gesetzt; dabei kann, muss man aber nicht mithelfen. Aber es macht Spaß, zusammen an Seilen zu ziehen!

Reisen im Winter in Nordnorwegen. Die Reisen beginnen in Tromsø und dauern meist eine Woche. Die Mørketida, wie die dunkle Jahreszeit heißt, ist eine ganz besondere Jahreszeit in Nord-Norwegen. Die Dunkelheit macht alles langsamer, gemütlicher, in den Fenstern der Holzhäuser brennen kleine Lämpchen. Und die Wale kommen. Orcas und Buckelwale folgen den Heringen hinein in die Fjorde des Nordens und fressen sich an ihnen satt. Eine wunderbare Zeit, diese Tiere zu beobachten. Von November bis Januar haben wir zwar wenige Stunden Tageslicht, in denen wir nach Walen suchen. Doch auch der Rest des Tages wird genutzt – wir wandern eben im Dunklen. Das geht! Und es ist wunderschön. Im Februar und März können wir Pottwale beobachten und mehr Wanderungen bei Licht unternehmen.

Wir schalten unsere Stirnlampen aus. Die schneebedeckten Hügel reflektieren das Licht des vollen Monds über uns. Alles ist still. Dann machen wir uns auf den Rückweg, in juchzenden Sprüngen den Hang hinunter, mit Schneeschuhen in staubendem Pulverschnee, zurück zum Schiff, zu einem Abend voller Polarlichter und einem neuen Tag, zu kostbaren Stunden zwischen Orcas und Buckelwalen.

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Reisen im Sommer in Spitzbergen. Die Reisen beginnen in Longyearbyen und dauern je nach Reisezeit von acht bis 17 Nächten, entweder an der Westseite Spitzbergens entlang oder um Spitzbergen herum. Reisezeit ist von Ende Mai bis Oktober, mit stark variierenden Lichtverhältnissen und deswegen sehr unterschiedlichen Reisen – sieht man am Anfang und Ende vielleicht Polarlichter, kann man im Sommer den Polartag erleben. Am Anfang und Ende sind die Reisen wegen Eis und Witterung kürzer, in den kurzen Sommermonaten Juli und August werden die Umrundungen des Archipels versucht. Ohne Garantie. Die Reisen mit den Segelschiffen ermöglichen Einfahrten in Fjorde und Anlandungen an Stellen, die größeren Schiffen häufig verwehrt sind. Wir fahren sehr abhängig von Wind, Wetter und Eis – und entscheiden unsere Fahrtroute immer wieder neu und immer wieder anders. Wir reagieren auf die Natur und tun das, was gerade am Schönsten ist.

Das Meer um uns herum ist glatt. 25 Menschen stehen an Deck; es ist still. Der Anker ist geworfen. Wir warten. Dann kommen sie. Eine Schule Belugas. Wir hören sie singen, atmen. Sie schwimmen schnaubend an uns vorbei, und dann geschieht etwas Unglaubliches: Sie drehen um. Sie tauchen neugierig um unser Schiff, schauen aus dem Wasser zu uns herauf. Und dann schwimmen sie weiter.  


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Die SV Antigua. Die SV Antigua ist ein so genanntes Tallship, ein wunderschönes niederländisches Segelschiff. Sie bietet Platz für 32 Gäste in 16 Kabinen, alle mit Bullauge, einige haben ebenerdige Betten, andere Stockbetten, alle ein eigenes Bad. So oft es geht, werden die Segel gesetzt; dabei kann, muss man aber nicht mithelfen. Drei Zodiacs ermöglichen schnelles Übersetzen an Land und Zodiactouren vor Gletschern oder durch Eis. Weil mehrere Guides an Bord sind, kann jeden Tag zwischen langen und kurzen Wanderungen gewählt werden.

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Die SV Noorderlicht. Die SV Noorderlicht ist ein ehemaliges Feuerschiff, das zu einem sehr gemütlichen Zweimaster umgebaut wurde. 20 Gäste finden in ihr Platz, in zehn kleinen Kabinen mit Stockbetten und Gemeinschaftsbädern. Auch hier werden die Segel gesetzt, so oft es geht, und Mithilfe ist hier nicht nur beim Segeln sondern auch beim Tisch abräumen sehr willkommen. Die Crew der SV Noorderlicht besteht nur aus fünf Personen: drei Nautiker, ein Koch, ein Guide. Wie auf Segelschiffen üblich, wird hier einander geholfen. Gelandet wird mit einem Zodiac. Eine Aufteilung in Gruppen ist auf der Noorderlicht  besonders in Spitzbergen nicht möglich.

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Die SV Rembrandt van Rijn. Die SV Rembrandt van Rijn wurde von einem Fischereischiff zu einem Dreimaster umgebaut. Sie nimmt maximal 33 Gäste in 16 Kabinen auf, die von zwölf Crewmitgliedern versorgt werden. Alle Kabinen haben eigene Bäder, nicht alle ein Bullauge. Zwei Guides ermöglichen hier die Aufteilung in zwei Gruppen und mit zwei Zodiacs können auch Touren durch die Eiswelt unternommen werden.
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Reisen mit Motorschiffen: Klein und fein oder etwas größer nach Spitzbergen

Klein und fein an Bord der MS Cape Race. Die Cape Race ist in jeder Hinsicht ein besonderes Schiff unter den vielen Schiffen, die in den Norden fahren. Ende 2017 hat Nikolaus Gelpke, der Verleger des mareverlags und Chefredakteur der Zeitschrift mare, dieses 1963 gebaute Schiff gekauft. 2018 und 2019 ließ er die Cape Race umfassend umbauen und renovieren, ohne jedoch den stilvollen alten Glanz der Kabinen oder des mahagonigetäfelten Salon des Schiffs zu beschädigen. Sieben Crewmitglieder und zwei Guides sind hier für nur zwölf Gäste zuständig. Die Gäste sind untergebracht in vier Doppelkabinen, einer Dreibettkabine und zwei Einzelkabinen, alle mit eigenem Badezimmer.

Durch zwei Guides an Bord kann die kleine Gruppe an Land nochmals aufgeteilt werden. So werden sehr individuelle Erlebnisse möglich; besonders eignen sich diese Fahrten deshalb auch für Fotografen. 2020 wird es mehrere deutschsprachige Spitzbergen-Reisen auf der Cape Race geben, die jeweils in Longyearbyen beginnen.

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Reisen mit der MV Plancius. Die MV Plancius ist das mit 116 (ab 2020 108) Gästen das größte Schiff, das ich anbiete. Ich mag die Plancius, weil sie trotz ihrer Größe ein sehr gemütliches, kleines Schiff ist und vor allem: sehr leise. Sie wurde 1976 für die niederländische Marine gebaut und fährt seit 2009 als Passagierschiff in arktischen Gewässern. Der Vorteil größerer Schiffe ist ohne Frage ihre Schnelligkeit. So ist es der MV Plancius möglich,   Spitzbergen in kürzerer Zeit zu umrunden als die Segler, sie ist weniger anfällig für Wind und Welle und man hat auf der Plancius auch noch die Gelegenheit Meereis zu sehen, wenn es für kleinere Schiffe schon zu weit weg im Norden ist. Auch kann man mit ihr weiter in Meereis hinein fahren, als man das mit Seglern wagt. Zehn Zodiacs ermöglichen relativ schnelle Anlandungen, an Land werden die Gäste in drei Gruppen geteilt, die von acht Guides geführt werden. Auf den offenen Decks ist genügend Platz vorhanden, um Tiersichtungen genießen zu können und die Brücke ist häufig für Passagiere geöffnet.
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Individualreisen: (Fast) auf eigene Faust nach Ostgrönland

Ein ganz neues Angebot sind Individualreisen nach Ostgrönland, bei deren Organisation ich Interessierten helfe. Individualreise meint hier wirklich individuelles Reisen. Viele schrecken davor zurück, ein Land wie Grönland auf eigene Faust zu bereisen, möchten aber gerade in Grönland auch nicht mit Schiffen reisen, wo auf kurzen Besuchen in den Dörfern kaum Kontakt zu Einheimischen oder ein echter Einblick in heutiges grönländisches Leben entstehen kann. Dabei ist individuelles Reisen, mit einigen Einschränkungen, in Ostgrönland sogar sehr gut möglich. Ich war 2015 und 2016 mehrere Monate in Ostgrönland, in der Ammassalikregion, also in Tasiilaq und den umliegenden Dörfern. Ich habe dort auch Zeit mit Jägern verbracht. Die Erlebnisse dieser Zeit habe ich in dem Buch Heute gehen wir Wale fangen niedergeschrieben.

Als ich das Dorf Isortoq verließ, wurde ich gefragt, wie es mir gefallen hat. Ich antwortete: Es war ein Traum. Also wurde mir gesagt: Dann komm wieder und bring viele Menschen mit.

Das möchte ich gern. Die Jäger Ostgrönlands verfügen über so viel Wissen, sie können uns so viel zeigen und erleben lassen. Durch viele widrige gesellschaftliche und politische Entwicklungen ist es diesen Jägern heute nicht mehr möglich, von der Jagd zu leben, doch andere Arbeit gibt es in Ostgrönland kaum. In einem gut gemachten Tourismus liegt für diese Menschen eine große Chance.

Wer sich traut und Grönland so erleben will, wie es ist, wer möchte, dass sein Geld direkt bei den Grönländern und nicht bei ausländischen Reiseveranstaltern ankommt, dem kann ich mit einer umfassenden Beratung zu einer solchen Reise verhelfen. Ich kann Kontakte in die Dörfer herstellen und vieles mehr organisieren, was aus einer Ostgrönland-Reise ein einmaliges Abenteuer werden lässt. Voraussetzung ist eine hohe Flexibilität und die Fähigkeit, Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen.


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Skitouren: Auf Skiern durch grandiose Landschaften

Die Sonne steht tief und wir blicken über ein weites, weißes Land, wundervolle Hügel und Berge. In der Mitte dieses traumhaft wilden Bildes sehen wir eine kleine, rote Hütte mit weißen Fensterrahmen. Unser Heim für die Nacht. Wir fahren auf sie zu, glücklich über diesen Tag, den wir mit unserem Team draußen im Schnee verbracht haben. Die Hütte haben wir im Handumdrehen aufgeheizt. Das Leben könnte nicht besser sein!

Friluftsliv in Norwegen – Skitouren durch Espedalen oder Finnmark. Norwegen bietet im Winter eine große Bandbreite fantastischer Skitouren. In Kuling Trekking habe ich einen in Oslo ansässigen Partner, der ausgewählte und sehr gut ausgearbeitete Skitouren in unterschiedlichen Regionen Norwegens anbietet. Mit Kuling Trekking zu reisen, ist wie mit Freunden zu reisen, die alles organisieren! Ich habe Christoffer und Paul 2013 während meiner Expedition durch Grönland getroffen. 2015 haben wir zusammen die Finnmark durchquert.

Bei den Touren durch Espedalen wird in Hütten geschlafen und das Gepäck mit Rucksäcken getragen. Die Tour durch die Finnmark hat schon mehr Expeditionscharakter: Geschlafen wird in Zelten, transportiert wird das Gepäck in Schlitten, die man hinter sich herzieht. Die Temperaturen können tief fallen, was sie in den vergangenen Jahren aber leider nicht mehr tun. Diese Touren sind wundervolle Touren durch eine zauberhafte Landschaft, sie sind nicht zu anstrengend und man gewinnt vor allem mit der Finnmark-Tour auch einen schönen Einblick in modernes Expeditionswesen und was man dafür können und wissen muss.

Mehr Informationen gibt es bei mir oder hier: www.kulingtrekking.com

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Der Morgen ist kalt. Der Schnee ist hart, der Schlitten hängt schwer an den Hüften, die Ski singen über den tiefen Sastrugi. Die Sonnenstrahlen glitzern sich zögerlich durch die Eiskristalle in der Luft. Mit jedem Schritt fließt dein Blut kräftiger durch deine Adern, wärmt deine Muskeln und bald ist dir wohlig warm unter deiner Schutzhülle. Dein Blick gleitet zum Horizont, weißblaublauweiß. Du gehst durch ein Traumland. 

Grönland – auf Skiern über die größte Insel der Welt: Wer Grönland durchqueren will, wird ein Land von ungeahnter Schönheit in seiner ganzen Wucht erleben. Dem Abenteurer wird hier nichts geschenkt. Wilde Winde umstürmen, tiefe Spalten bedrohen ihn und die Monotonie und Weite nagen an seinem Inneren, während ihm tiefe Temperaturen und ein nicht endenwollender Wind zusetzen. Der Lohn sind unzählige Momente grandioser Schönheit, in der Natur und in der Zusammenarbeit mit einem Team.

Wer Grönland durchquert hat, kehrt als ein Anderer zurück.

Grönland durchqueren, das ist ein Traum. 2013 habe ich ihn mir erfüllt, in einer selbst geführten Tour von Westen nach Osten, von Kangerlussuaq nach Isortoq. Wer sich diesen Traum ebenfalls erfüllen will, aber weniger Zeit und Erfahrung mitbringt, dem empfehle ich den Anschluss an eine geführte Tour. Zeit- und nervenaufreibende Arbeiten wie Flugbuchungen, Organisation von Logistik und Genehmigungen bleiben so erspart – und bei der Querung ist eine gute Expeditionsleitung mit viel Erfahrung von unschätzbarem Wert. Das Erlebnis wird durch den Anschluss an eine solche Gruppe nicht geschmälert, denn den Weg gehen, das Zelt aufbauen, das Essen kochen und stundenweise die Führung übernehmen muss man auch in einer Gruppe. Es wird lediglich sicherer.

Die Reise beginnt in Kangerlussuaq, wo die Schlitten fertigt gepackt werden. Von dort geht es mit einem Jeep-Bus zur Eiskante, dem Point 660. In Wellen baut sich dort das Eis vor uns auf, und diese Wellen heißt es in den ersten Tagen, an denen nur wenige Kilometer Strecke zurück gelegt werden, mit den Schlitten zu erklimmen – je nach Schneelage mit Steigeisen oder Skiern. Nach einigen Tagen verschwinden die Berge hinter dem Horizont und wir sind auf der Eiskappe angelangt. Etwa am Tag 12 erreichen wir DYE-2,  die verlassene US-Radarstation aus dem Kalten Krieg. Danach geht es weiter hinauf bis zum Sattel, den nicht wahrnehmbaren höchsten Punkt. Danach geht es hinunter zur Ostküste. Die Hoffnung, vom höchsten Punkt an nach unten abfahren zu können, erfüllt sich für die wenigsten. Entweder es ist Sturm, oder Neuschnee, oder Pappschnee. Die Strecken, auf denen die Ski bergab gleiten, sind kurz. Dafür umso schöner.

Nach etwa 560 Kilometern, 25-28 Tagen, erreichen wir eine kleine Hütte nahe Isortoq. Von dort geht es ein letztes Stück bergab und wir stehen am Meer. Wenn es noch gefroren ist, laufen wir die letzten Kilometer ins Dorf. Wenn das Eis schon aufgebrochen ist, können wir mit einem Boot nach Isortoq fahren, und zum ersten Mal wieder unter anderen Menschen sein. In Isortoq verbringen wir eine Nacht im dortigen Servicehaus, bevor es mit dem Helikopter nach Tasiilaq geht. Von dort weiter nach Kulusuk und über Island wieder zurück nach Hause.


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