Das Programm im Winter 2026/27
Der Arktische Abend ist eine Zoom-Reihe, die ich im September 2020 begonnen habe. Sie befasst sich mit polaren Themen aller Art, von Abenteuer über Geschichte bis Gletscherforschung. Außer von mir werden diese Online-Abende von Vertretern aus Wissenschaft und Abenteuer zu den unterschiedlichsten Themen gestaltet, um immer wieder eine möglichst abwechslungsreiche und interessante Serie zu kreieren.
Die Abende beginnen immer um 20 Uhr, dauern etwa 90 Minuten, davor und danach gibt’s viel Gelegenheit für Gespräche und Fragen. Die Tickets für die Abende gibt es ab Ende Oktober in meinem Shop www.polarshopbirgitlutz.de (Einzelpreis 16 Euro, Abo 99 statt 112 Euro). Die Vorträge werden aufgezeichnet und können einen begrenzten Zeitraum auch hinterher noch angesehen werden.
Die Vorträge
Donnerstag, 17.12.2026 – Birgit Lutz
Nordische Weihnachten
Dieser Abend ist anders als alle anderen Arktischen Abende, heute geht es weniger um polares Wissen, sondern vielmehr um polare Weihnachten. Ob es nun Expeditionen sind, die diese Tage im Eis verbrachten oder nordische Weihnachtsbräuche, die überraschend sein können, oder vielleicht einfach nur kleine Geschichten von Elfen oder Trollen – am vorletzten Montag vor Weihnachten stimmen wir uns auf die Festtage ein, nehmen uns eine kleine Auszeit, mummeln uns mit Punsch ein und lauschen schönen Geschichten.
Birgit Lutz ist Autorin, Vortragsrednerin und Expeditionsleiterin – und seit 2020 die Veranstalterin des Arktischen Abends. Sie ist seit fast 20 Jahren in der Arktis unterwegs, hat den Nordpol auf Skiern erreicht und Grönland durchquert. Birgit hat mehrere Bücher über die Arktis geschrieben, hält landauf landab Vorträge zu Klimawandel und Plastikverschmutzung und engagiert sich sehr in der Wissenschaftskommunikation.
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Mittwoch, 13.1.2026 – Sven Plöger
Klima und Wetter: Zieht Euch warm an, es wird noch heißer!
Heute nimmt uns Sven Plöger, der bekannte Wettermoderator, mit auf eine spannende Reise zu Wetter und Klima. Der letzte Sommer hat uns eindrücklich gezeigt, wie weit der Wandel nun schon fortgeschritten ist. Wenn man so will, weckt uns die Atmosphäre gerade auf, so denkt Plöger über solche Phänomene – und wenn wir weiter schlafen wollen, wird sie immer neue Einfälle haben, uns aus unserem Schlummer wachzurütteln. Sven Plöger zeigt uns, wie unser Klimasystem funktioniert und wie es sich verändert. In seinem Vortrag möchte er uns aber vor allem „entschwindeln“, das heißt: mit Fakten und Lösungsansätzen einen festen Boden geben, den wir manchmal zu verlieren drohen, wenn wir mit der täglichen Berichterstattung konfrontiert sind und Angst und innere Abwehrmechanismen in uns aufkommen wollen. Er zeigt, wie man skeptischen Stimmen begegnen kann, und dass die aktuelle Krise eine echte Chance ist, Weichen für unsere Zukunft und die unserer Kinder zu stellen. Ein spannender, sehr wichtiger Abend wartet da auf uns!
Sven Plöger, Diplom-Meteorologe, Wettermoderator und Buchautor moderiert unter anderem die Live-Wettersendung „Wetter vor acht“ vor der Tagesschau und das Wetter im Anschluss an die Tagesthemen. Seit mehr als 25 Jahren hält er Vorträge über Wetter und Klima und schrieb mehrere Bestseller. 2010 erhielt er den Preis „Bester Wettermoderator Deutschlands“. Er wirkte an mehreren Fernseh-Dokumentationen mit, die ebenfalls Preise einheimsen und für sein vielfältiges Wirken, die Zusammenhänge zwischen Wetter und Klima einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu erklären erhielt er 2025 den Umweltpreis der Deutschen Umwelthilfe für Klimakommunikation.
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Donnerstag, 21. Januar 2027 – Dr. Aurelia Hölzer
Überwinterung in der Antarktis: Polarschimmer
Viele von Euch haben sich diese Rednerin gewünscht – und hier ist sie!
54 Wochen leben und arbeiten in Eis, Wind und Einsamkeit. Wie lebt es sich dort, wo die Sonne zwei Monate lang nicht aufgeht, Orkanböen über das Eis fegen und während sieben Monaten auch im Notfall niemand evakuiert oder zur Hilfe geholt werden kann? Aurelia Hölzer nimmt uns mit auf eine außergewöhnliche Reise in die Antarktis: 54 Wochen auf der Forschungsstation Neumayer III – als Stationsleiterin, Expeditionsärztin und Teil eines neunköpfigen Teams.
Sie erzählt von tosenden Stürmen und tanzenden Polarlichtern, von Pinguinen, Forschungsfahrten und spektakulären Landschaften – und nimmt uns mit hinter die Kulissen der Polarforschungsstation zu kaputten Messinstrumenten, medizinischen Notfällen und antarktischem Alltagsleben. Trotz tobender Stürme und Unentrinnbarkeit ist das Stationsleben im Eis getragen von Gemeinschaftsgeist und Frohsinn, von Experimentierfreude und dem Staunen über die Schönheit der Welt.
Mit faszinierenden Bildern, persönlichen Geschichten und einer gehörigen Portion Abenteuerlust lässt uns Aurelia Hölzer eintauchen in eine Welt aus Eis, Licht, Einsamkeit und außergewöhnlicher Gemeinschaft – und in ein Jahr, das ihren Blick auf die Welt für immer verändert hat.
Aurelia Hölzer ist Gefäßchirurgin, Expeditionsärztin, Speakerin und ehemalige Leiterin der Polarforschungsstation Neumayer III in der Antarktis. Aufgewachsen im Schwarzwald, studierte sie Medizin in Freiburg, Bordeaux und Trinidad. Ihr großer Kindheitstraum war, ein Polarjahr an einem einsamen Ort auf Spitzbergen zu verbringen. Das Polarjahr gelang, aber auf der anderen Seite, in der Antarktis: Sie überwinterte als Expeditionsleiterin und einzige Ärztin mit einem neunköpfigen Team auf der Forschungsstation Neumayer III. In dieser außergewöhnlichen Isolation müssen alle Herausforderungen, Krisen und Entscheidungen gemeinsam bewältigt werden – ebenso wie die kleinen und großen Freuden des Arbeits- und Zusammenlebens. Eine Welt, in der Vertrauen und der Glaube an die eigene Wirksamkeit essenziell sind. Dieses besondere Jahr beschreibt sie in ihrem Spiegel-Bestseller „Polarschimmer“. Im Winter 2003/2004 nahm sie außerdem an der Inlandsexpedition auf den Eisschild der Antarktis zur entlegenen Forschungsstation Kohnen teil.
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Mittwoch, 3. Februar 2027 – Dr. Ilse van Opzeeland
Der Klang des Ozeans: Akustische Wildnis im Meer?
Dies wird ein besonderer Vortrag: Wir machen uns auf eine Klangreise in das Südpolarmeer! Ilse van Opzeeland wird unsere „Reiseleiterin“; die Niederländerin forscht seit fast 20 Jahren über Geräusche in den Polarmeeren und leitet heute die Arbeitsgruppe Ozeanakustik am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Quietschen, fiepen, brummen, trillern und krachen sind nur einige der unzähligen Geräusch-Beschreibungen, die in den Sinn kommen, wenn man Unterwassertonaufnahmen aus den Polarmeeren lauscht. Das Meereis prägt hier nicht nur sichtbar die Meereslandschaft, sondern spielt auch akustisch eine wichtige Rolle: Weil es manchmal mitsingt, kracht oder den Wellengang dämpft. Hinzu kommen die Meeresbewohner: Unterwassertonaufnahmen liefern unersetzbare Informationen über das Vorkommen, die Verbreitung und das Verhalten von (klangproduzierenden) marinen Lebewesen, auch im Kontext der Klimawandelfolgen.
Das Südpolarmeer ist eine der letzten Wildnisse unseres Planeten. Wenn man ihm zuhört, kann es erzählen, wie sich Unterwasserklanglandschaften anhören – wenn keine oder nur sporadisch menschliche Geräusche anwesend sind. Ilse Van Opzeeland nimmt uns mit auf diese besondere Reise ins Südpolarmeer; sie erzählt dabei auch, wie anthropogene Stressoren vermehrt Einfluss auf die Polarmeere nehmen und die Klanglandschaft des Ozeans verändern.
Ilse van Opzeeland hat von 1998 bis 2004 Biologie an der Universität Groningen in den Niederlanden studiert. Ihre Masterarbeit verfasste sie über Sattelrobben in der Grönlandsee und Orcas vor den norwegischen Lofoten. Im Jahr 2010 schloss sie an der Universität Bremen ihre Promotion zum Thema „Akustische Ökologie von Meeressäugern in Polarmeeren“ ab. Von 2010 bis 2015 forschte sie als Postdoktorandin am Alfred-Wegener-Institut und nahm an Expeditionen auf der Polarstern teil, um akustische Aufzeichnungsgeräte im Weddellmeer zu installieren. Sie verbrachte drei Sommerkampagnen auf der Neumayer-Station, wo sie zunächst am Aufbau und der Wartung des hydroakustischen Langzeitobservatoriums PALAOA mitwirkte, das sie später leitete. Seit 2016 ist sie zudem mit dem Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) an der Universität Oldenburg assoziiert; in diesem Rahmen engagiert sie sich auch in verschiedenen Projekten an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Seit 2025 leitet sie die Arbeitsgruppe Ozeanakustik am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.
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Mittwoch, 3. März 2027
Kajakabenteuer Spitzbergen 2018 – Meer und Eis
Eisschollen, Eisbären, Walrosse und 30 Kilometer über den Gletscher – Klaus Weyhing und seine drei Mitstreiter hatten sich 2018 einiges vorgenommen: Die Umrundung der Nordwestecke Spitzbergens im Seekajak und danach über Land zurück nach Süden. Entlang steiler Gletscherkanten und mystischer Gebirge ging ihre Reise, es gab Begegnungen mit der arktischen Tierwelt, inklusive Eisbären und Walrosse. Als ein Expeditionsmitglied erkrankte, stand die Weiterfahrt auf der Kippe. Doch in Ny-Alesund konnte der erkrankte Paddelkamerad evakuiert werden und die Reise ging nunmehr zu dritt weiter. Von diesen Erlebnissen in der phantastischen Welt des arktischen Polarmeeres berichtet Klaus Weyhing, den einige von euch schon kennen, in seinem spannenden Multimediavortrag mit zauberhaften Bildern.
Klaus Weyhing ist seit vielen Jahren ein leidenschaftlicher Seekajakfahrer, er hat drei Kajakexpeditionen in Grönland und eine in Spitzbergen unternommen. Wenn er nicht in der Arktis paddelt, ist er vorwiegend auf der Nordsee unterwegs; er ist Ausbilder und Fahrtenleiter für die Salzwasserunion, den Verband der Seekajakfahrer. Klaus ist 69 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Er lebt praktischerweise nah am Wasser: in Emden, Ostfriesland.
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Mittwoch, 10. März 2027 – Birgit Lutz
Nie zurück! Die spannende Entdeckung der wunderbaren Inseln des Franz Joseph Landes
Birgit nimmt uns an diesem Abend mit auf die faszinierende Reise der Admiral
Tegetthoff, die 1872 aufbrach, den Nordpol zu erobern. Das gelang nicht; dafür entdeckte die Mannschaft unter der Leitung von Carl Weyprecht und Julius Payer aber die Inselgruppe Franz Joseph Land, die heute noch so heißt und zu Russland gehört. Eingeschlossen im Eis warteten die Expeditionsteilnehmer Jahr um Jahr auf Rettung und Befreiung, doch die sollte nie kommen. Retten mussten sich die Männer selbst. Birgit erzählt uns, unter welch schier unvorstellbaren Bedingungen das gelang, sie zeigt uns die Schönheit dieser Inselwelt, die sie mehrere Male bereisen durfte, in einem Zusammenspiel historischer und heutiger Aufnahmen, und lässt uns einen aufregenden Abend mit einer der beeindruckendsten Geschichten der Expeditionshistorie verbringen.
Birgit Lutz ist ausgebildete Journalistin, die sich während ihrer Arbeit für die Süddeutsche Zeitung auf den hohen Norden spezialisiert hat. Zweimal erreichte sie den Nordpol von der russischen Station Barneo aus auf Skiern und durchquerte Grönland. Seit 18 Jahren arbeitet sie auf Expeditionsschiffen, um weiter aus den nordischen Gebieten berichten zu können. Sie schrieb mehrere Bücher über ihre Touren, die Menschen Ostgrönlands und den Klimawandel. Birgit ist eine gefragte Vortragsrednerin und in den Wintermonaten die Veranstalterin des Arktischen Abends, zu dem sie alljährlich renommierte Fachleute einlädt.
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So funktioniert der Arktische Abend
Beim Kauf der Eintrittskarte übermittelt Ihr mir eine Mailadresse. Am Tag des Vortrags bekommt Ihr mittags eine Mail mit einer Erinnerung an die kommende Veranstaltung. Am Vortragsabend versende ich um 19:30 Uhr den Zoom-Link, mit dem Ihr in die Veranstaltung „eintreten“ könnt. Von 19:30 Uhr bis 20:00 Uhr schalten sich alle Gäste zu und wir können zwanglos plaudern. Wer möchte, hat sein Video an, wer nicht, hat es aus. Um 20 Uhr beginnt die Veranstaltung – jetzt ist es besser, wenn die meisten die Videos ausschalten, wegen der Datenmenge und einer besseren Übertragung. Am Ende der Veranstaltung ist nochmals Zeit für Fragen und abschließende Plauderei.
Am nächsten Tag bekommen alle Ticketkäufer den Link zur Aufzeichnung des Abends, die für eine begrenzte Zeit verfügbar ist – so können auch Abo-Käuferinnen und Käufer sicher sein, dass sie den Abend sehen können, auch wenn sie beim eigentlichen Termin kurzfristig verhindert sein sollten.
In der Vergangenheit hat es mich sehr gefreut, wenn pro Zuschauer Eintritt bezahlt wurde, ganz wie bei einer Live-Veranstaltung: Wenn zwei Personen teilnehmen, werden auch zwei Tickets gekauft. Ich freue mich auch weiterhin sehr, wenn dies so beibehalten wird. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Ich überlasse es Euch, wie Ihr das alles handhabt. Über den Sommer erarbeite ich ein neues Programm, das im Herbst hier veröffentlicht wird.
Das Komplett-Abo für alle Abende
Das Abo für alle sieben Abende ist die bequemste Variante: Einmal bezahlen, und an allen Abenden kommt automatisch der Teilnahmelink.
Das Abo für sieben Abende kostet 99,- Euro (anstelle von 112,- im Einzelkauf).
Wer Fragen hat, kann mich gerne anschreiben!
